2026 - FC Religionen Zürich

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Spielbericht von Simon Becker

Haben am Montag, 31.08.2026, gegen den FC Religionen gespielt, auf einem Kunstrasenplatz (Estation Pele) der FIFA in Zürich. Neben anderen haben Felix Reich (REFORMIERT) und Stphan Jütte (Leiter Kommunikation der EKS) gegen uns gespielt, Christoph Sigrist hat als Coach des FC Religionen fungiert.

Lange hielten wir dem gegnerischen Druck stand und lagen knapp mit einem Tor (1:2) zurück, bis nach einem vom Schiedsrichter nicht geahndeten schweren Foulspiel an unserer Mittelfeldregisseurin Lena Ott das 3 zu 1 gegen uns fiel, wodurch geschockt die Pastors United Fassung und Form verloren und im Anschluss in kurzer Zeitfolge mehrere Gegentore kassierten.

Gleichwohl haben wir Moral gezeigt, uns wieder aufgerafft und zwei weitere Tore geschossen, so das wir am Ende in Summe ein schmerzvoll-stolzes 3:7 erzielt haben. Die Fotos stammen von Simon Becker, da er gesundheitsbedingt nicht mitspielen konnte.

Das im Anschluss im Restaurant gehaltene "Nachspiel" bei Speis und Track führte dank guter Gespräche und freudiger Stimmung zu einem Gewinn für alle Anwesenden

Gedanken von Nachwuchsförderer Christian Feidner

Noch am Wochenende lauschte ich gebannt den inspirierenden Gedanken des Kommunikationschefs der Evangelischen Kirche Schweiz darüber, wie wir Kirche zukunftsfähig denken können.


Am Montagabend verteidigte ich in höchster Not im Strafraum unser Tor gegen seine Dribbelkünste. Wir befinden uns auf dem Fussballplatz des FIFA-Hauptsitzes in Zürich, bei einem Spiel zwischen Pfarrerinnen und Pfarrern, Imamen und Rabbinern. In ruhigeren Momenten des Spiels wird mir schmunzelnd bewusst, wie besonders diese Begegnung eigentlich ist.

Unser Gegner ist der FC Religionen, während wir ein mehr oder weniger zusammengewürfelter Haufen von Pfarrern sowie Pfarrerssöhnen und Pfarrerstöchtern aus Graubünden sind. Als «Neuer» in der Bündner Kirche wurde ich zusammen mit einigen jungen Erwachsenen von unserem Teamcaptain in dieses Team berufen. Nicht wegen unserer fussballerischen Fähigkeiten. Viele von uns spielen zum ersten Mal auf einem Fussballfeld in Originalgrösse. Vielmehr braucht es für die Zukunft der Mannschaft auch junge Kräfte.

Unsere Gegner nutzen diese Unerfahrenheit jedenfalls gnadenlos aus und schicken uns mit einer souveränen 7:3-Niederlage nach Hause. Doch ums Gewinnen geht es an diesem Abend ohnehin nicht. Es geht um die Begegnungen, die spätestens in der dritten Halbzeit stattfinden. Beim vegetarischen Burger, gewählt aus Rücksicht auf die unterschiedlichen religiösen Speisevorschriften, und einem kühlen Getränk begegnet der «Nachwuchs» aus Graubünden etwa dem langjährigen ehemaligen Pfarrer des Zürcher Grossmünsters. Es entstehen spannende Gespräche über die Herausforderungen der Spitalseelsorge und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen muslimischen und christlichen Geistlichen. Die religiösen und beruflichen Hintergründe sind verschieden, ganz nach dem Leitspruch der Pastors United: «many parts».
Doch auf der Heimfahrt ins Bündnerland bleibt vor allem ein Gedanke zurück: Uns verbindet weit mehr, als uns trennt.
Oder, um den Leitspruch aufzugreifen: Bei aller Vielfalt sind wir auch «one unit».